Interviews

Kommunikationstraining KoMPASS: Fit für heikle Patientengespräche

In sieben Städten Deutschlands wird Ärzten das Kommunikationstraining KoMPASS* angeboten, in dem sie lernen, schwierige Gesprächssituationen mit Krebspatienten zu bewältigen. Die Kurse werden von der Deutschen Krebs hilfe finanziert. Bislang haben‚ 200 Kolleginnen und Kollegen daran teilgenommen. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, sagt Priv.-Doz. Dr. Monika Keller, von der Universitätsklinik Heidelberg.

Schönheits-OPs im Intimbereich: Lifting für die Schamlippen

Immer häufiger erkundigen sich Frauen nach kosmetischen Eingriffen im Bereich der Genitalien. Wir haben mit der Sexualwissenschaftlerin Dr. Ulrike Brandenburg aus Aachen über diesen neuen Trend in der plastischen Chirurgie gesprochen.

Impfung von Schwangeren gegen Schweinegrippe: Die Verantwortung lastet auf den Schultern des Arztes

Schwangere werden bei der „Schweinegrippe“ als Risikogruppe eingeschätzt. Doch für Impfstoffe mit Adjuvanzien gibt es keine klinischen Daten, die eine Unbedenklichkeit bei Schwangeren belegen könnten. Der behandelnde Arzt steckt hier in der Zwickmühle.

Vermehrte Gesichtsbehaarung: Psychosoziale Störungen keine Seltenheit

Wachsen Frauen zu viele Haare im Gesicht, ist der Leidensdruck hoch. Prof. Dr. Uwe Gieler aus Gießen berichtet von Frauen, die deshalb schon an Selbstmord dachten. Wir fragten ihn, wie diesen Frauen geholfen werden kann.

Chronische Hepatitis B: Die stumme Epidemie

Sie gilt heute als eine der wichtigsten Geschlechtskrankheiten. Doch die meisten Betroffenen wissen gar nichts von ihrer Erkrankung. „Hepatitis B – am besten testen“ heißt daher eine aktuelle Kampagne von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe und dem Unternehmen Bristol Myers Squibb. Über das Wann und Wie der Tests sprachen wir mit Prof. Michael P. Manns von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Verhütung in den Vereinigten Staaten: Beratungsgespräche zwischen Kosten und Konvention

Wie nur wenige andere Bereiche in der Medizin ist die Kontrazeption, die in einem Land praktiziert wird, im politischen und soziokulturellen Kontext zu sehen. So kämpft Großbritannien mit der höchsten Rate an Teenagergeburten Westeuropas, Brasilien wiederum ist führend, was die Sterilisationsquote angeht. Trotz Ein-Kind-Politik soll in China großer ungedeckter Bedarf an reversiblen Antikonzeptionsmethoden bestehen. Zu den Besonderheiten der Verhütungspraxis in den USA nimmt Prof. Lee P. Shulman Stellung.

Folgen sexualisierter Kriegsgewalt: Ärzte müssen viel Feingefühl und Verständnis erlernen

Weltweit leiden Frauen und Mädchen in Krisen- und Kriegsgebieten unter sexualisierter Gewalt. Die meisten werden dadurch schwer traumatisiert, oft mit lebenslang fatalen Folgen für ihre Gesundheit. Auch Ärzte in Deutschland werden mit diesem Thema zunehmend konfrontiert. Nicht zuletzt können viele einfache medizinische Maßnahmen eine Retraumatisierung aus lösen. Ärzte müssen auch das eigene Verhalten reflektieren, um Frauen besser begleiten zu können, betont Dr. Monika Hauser.

Später Schwangerschaftsabbruch: Beratung für Betroffene extrem wichtig

Der Bundestag diskutiert über eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Die Union fordert für späte Schwangerschaftsabbrüche eine Beratungs- und Bedenkzeitpflicht. Damit soll die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche verringert werden. Die SPD sieht dagegen keinen Handlungsbedarf. Univ.-Doz. Dr. Dr. Barbara Maier aus Salzburg geht darauf ein, was die Schwangeren in dieser besonderen Konfliktsituation wirklich benötigen.

Kommunikation mit Krebspatientinnen: Verständlich sein, aufmerksam zuhören, auf Pausen achten

Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung. Viele Patienten fühlen sich jedoch schlecht informiert und klagen über Defizite in der Kommunikation. Prof. Dr. Jalid Sehouli, stellvertretender Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Charité Campus Virchow-Klinikum, Berlin, erklärt, was Patientinnen erwarten und gibt konkrete Ratschläge für die Gesprächssituation.

Stiftung für das behinderte Kind: Jede Zigarette ist zu viel

„Nicht an allem sind die Gene schuld“ warnt die Stiftung für das behinderte Kind mit ihrem Anzeigenmotiv vor dem Rauchen während der Schwangerschaft. Prof. Dr. Ludwig Gortner, Vorstandsmitglied der Stiftung und Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am Universitätsklinikum des Saarlandes, erklärt die Beweggründe für diese Kampagne.

Sollen Osteoporosepatienten weiter Kalzium schlucken?

Eine Studie im British Medical Journal sorgte für Verwirrung: Demnach kann die Einnahme von Kalzium bei älteren Patientinnen schädlich sein. Prof. Dr. Helmut W. Minne gibt jedoch Entwarnung.

Impfangst gefährdet Erfolg der Krebsprävention

Bereits vor über 30 Jahren entdeckte Prof. Dr. Dr. Harald zur Hausen das humane Papillomavirus. Ob er heute die HPV-Impfung befürwortet, erzählt er im Interview.

Interdisziplinarität gefragt

Im Interview erklärt Dr. Patricia G. Oppelt aus Erlangen, dass bei der Betreuung von Patientinnen mit einer Störung der Geschlechtsentwicklung die Kompetenz verschiedener Fachbereiche, wie Pädiater, Psychologen und Urologen, nötig ist.

Den Kittel weghängen?

Ärzte in Großbritannien tragen zukünftig keine Kittel mehr. Aus hygienischen Gründen werden sie dort landesweit abgeschafft – ob zurecht, fragten wir im Interview.